Prozesssichere Entfernung von Kleberrückständen nach dem Umfalzen
Die zuverlässige Reinigung von Falzkleberrückständen sichert stabile Folgeprozesse in der Karosseriefertigung. Eine automatisierte und anwendungsspezifisch ausgelegte Reinigungslösung minimiert Verschmutzungen, reduziert Nacharbeit und unterstützt eine gleichbleibend hohe Bauteilqualität.
Beim Umfalzen von Türen, Heckklappen oder Motorhauben kann überschüssiger Falzkleber aus der Falz austreten. Bleiben diese Rückstände auf dem Bauteil, können sie in nachfolgenden Prozessschritten zu einem relevanten Qualitätsrisiko werden. Besonders kritisch ist dabei, dass viele Falzklebstoffe nicht unmittelbar nach dem Umfalzen vollständig aushärten, sondern bis zum späteren Einbrennen des Lackes teilweise viskos bleiben.
In dieser Phase besteht die Gefahr, dass sich Kleberreste lösen, in Vorbehandlungsbäder gelangen oder sich an anderer Stelle auf Bauteilen absetzen. Die Folge können verschmutzte Prozessbäder, Lackfehler, Nacharbeit oder Ausschuss sein. Aus einer zunächst lokalen Verschmutzung an der Falz kann so ein Problem für die gesamte Prozesskette entstehen.
Mit dem Reinigungsgerät V21 bietet ID Engineering eine automatisierte Lösung zur Entfernung von ausgetretenem Falzkleber. Die Reinigung erfolgt in der Regel direkt nach dem Umfalzen und entfernt Kleberrückstände, bevor sie nachfolgende Vorbehandlungs-, Dichtungs- oder Lackierprozesse beeinträchtigen können.

Entscheidend für ein stabiles Reinigungsergebnis ist die anwendungsspezifische Abstimmung auf Bauteil, Falzgeometrie, Klebstoff und Prozessparameter. Je nach Anwendung werden Rollengeometrie, Rollenbreite und Reinigungsband individuell ausgelegt. Bei Falzanwendungen kann beispielsweise eine gestufte Reinigungsrolle eingesetzt werden, um den relevanten Bereich gezielt zu erreichen und Kleberreste reproduzierbar zu entfernen.
Durch die automatisierte Reinigung lassen sich Risiken in den Folgeprozessen reduzieren. Saubere Bauteile schaffen bessere Voraussetzungen für Vorbehandlung, Dichtprozesse und Lackierung. Gleichzeitig können Nacharbeit, Ausschuss und zusätzliche Schutz- oder Maskierungsmaßnahmen je nach Anwendung reduziert oder vermieden werden.
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