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05.02.2020

Neue Dienstleistung direkt von ID: Sicherheitsberechnung mit CAD-Programm SOLIDWORKS® Simulation

Drei komplette Tage lang befassten sich die ID-Mitarbeiter Lukas Planken, Niclas Rohde und René Dederichs in einer intensiven Fortbildung mit der Simulations-Software von SOLIDWORKS®, die das nahezu reale physikalische Verhalten eines Produkts darstellt. Damit erweitert ID sein Know-How um einen weiteren wichtigen Baustein.

Die Simulationssoftware zeigt die Schwachstellen (rot) der Konstruktion, die es noch zu überarbeiten gilt. (Fotos: ID)

Von links: René Dederichs, Lukas Planken und Niclas Rohde mit Ausbilder Ahmed Besbes (2. v. rechts) von COFFEE GmbH im Schulungsraum von ID. (Foto: ID)

In der Simulationssoftware wird die sogenannte Finite-Elemente-Methode (FEM) angewendet, um durch virtuelle Tests von CAD-Modellen das reale physikalische Verhalten eines Produkts oder einer Maschine ziemlich genau vorherzusagen. So sind Konstruktionen unter realistischen Bedingungen berechenbar, ohne zwangsläufig einen Prototypen bauen zu müssen. Das spart Kosten für physische Tests und liefert dennoch aussagekräftige und zuverlässige Berechnungen. Diese sind in Form von CE-Dokumentationen gemäß der europaweit geltenden Maschinenrichtlinie notwendig, um die Sicherheit der Maschinen vor Inbetriebnahme einwandfrei zu belegen.

Die umfassende statische und lineare Analyse, etwa zur Berechnung von Knicken in Balkenstrukturen oder Gewichtsoptimierung in Bezug auf bestimmte Festigkeiten des Materials bis zur Dokumentation des Bauprojekts standen auf dem Programm der 3-tätigen Intensiv-Schulung, durchgeführt vom SOLIDWORKS® Lizenzanbieter, der Coffee GmbH.

Nachdem die Grundlagenthemen, darunter die Analyseprozesse, notwendiges Wissen über Baugruppen und Vernetzungskombinationen, behandelt waren, wendeten die Schulungsteilnehmer ihr Wissen beispielhaft an einem vorhandenen Kundenprojekt von ID mit der Simulationssoftware an: Auf einer Träger-Plattform in circa drei Metern Höhe sollen ein Kran und ein Arbeiter ausreichend Platz und Beweglichkeit finden. Dafür benötigt der Auftrag gebende Kunde einen Nachweis der Belastbarkeit.

Für die Simulation musste jede noch so kleine Komponente ins Programm eingegeben werden. Maße des Krans, welche Bewegungen muss er ausführen, wo hält sich der Arbeiter auf? Das Ergebnis: Farblich gekennzeichnete Bereich von grün bis rot (s. Foto) zeigen mögliche Schwachstellen und Spannungshotspots an, die es nachzubessern gilt. Im Idealfall treten keine Spannungshotspots auf und die berechnete Darstellung erscheint am Ende komplett in grün.

Wurde dieser Dienstleistungspart bisher extern abgewickelt und berechnet, wird ID künftig selbst mit der Simulationssoftware die nötigen Dokumentationen liefern. Damit erweitern die Euskirchener Ingenieure ihr Portfolio um einen weiteren Baustein und können noch individueller auf Kundenwünsche eingehen.