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< Kenntnisse im Umgang mit Robotern bringen viele Vorteile
21.02.2018

Cobots erobern den Weltmarkt: Symbiose aus Mensch und Roboter

Der Siegeszug der sogenannten Cobots, wie die kollaborierenden Industrieroboter, die für die Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK) geeignet sind, genannt werden, ist unaufhaltsam. Die Absatzprognosen für dieses Jahr stehen weiter auf Wachstum, wie Industrieverbände, Wirtschaftsexperten und führende Fachmedien bestätigen.


Fotos: KUKA AG

Auch wenn er nicht so aussieht, der Roboter namens LBR iiwa mit Omnidrive von KUKA bewegt sich zwischen den Regalen als wäre er Teil der (menschlichen) Belegschaft. Dabei erfasst er den Warenbestand, sortiert die Teile nach den programmierten Vorgaben und erkennt ganz nebenbei noch, wenn sein menschlicher Kollege im Weg steht. Durch sichere Sensor- und Infrarottechnologie garantieren solche kollaborierenden Industrieroboter – kurz Cobots - einen komplett sicheren Stopp, sobald sie mit einem unerwarteten Hindernis oder einem Menschen zusammenstoßen.

KUKA hat sich in Deutschland längst einen Namen auf dem Gebiet der kollaborierenden Robotik gemacht und unterhält sogar ein eigenes College (siehe Artikel: Seminar zur Roboterprogrammierung). Das Unternehmen beschäftigt sich auch mit autonomer Drohnenforschung und stellte auf der letzten Hannover Messe die Kollaboration zwischen Roboter und Drohne vor Auch das bekannte deutsche Unternehmen für Steuerung- und Automatisierungstechnik Festo ist auf den Cobot-Zug aufgesprungen und widmet sich speziell der Entwicklung von Bionic Cobots. Im Rahmen des „Bionic Learning Network“ macht sich das eigene Forschungsteam die Natur zunutze, wie etwa die intelligenten Mechanismen von Ameisen.

Das funktioniert auch bei der Übertragung menschlicher Intelligenz, etwa mit einem pneumatischen Leichtbauroboter, bei dem die Bewegungsmuster des menschlichen Arms von der Schulter über Oberarm, Ellbogen, Elle und Speiche bis zur Hand nachempfunden werden. Dabei wird auch der Mechanismus von Bizeps- und Trizepsmuskeln aufgegriffen und übersetzt. So kann der Robotergreifarm wie sein biologisches Vorbild sehr feinfühlige Bewegungen ausführen.

Kraftvoll und dynamisch oder sensibel und nachgiebig, durch hochpräzise Mechanik, Sensorik sowie komplexe Steuerungs- und Messtechnik sind heutige Cobots mit ihren vor Jahrzehnten auf den Markt gekommenen Industrierobotern nichts mehr vergleichbar. Der Robotik-Markt boomt weltweit. Die Hannover Messe 2018 (23.- 27. April) wird von ID mit Spannung erwartet, denn sicher werden dort Cobots der nächsten Dimension präsentiert.